Jüdische Begräbniskultur
Untertitel: Tod, Friedhöfe, Schändungen, Gedenken
Herausgeber: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow
Schulstufe: Sekundarstufe
Fachlicher Bezug: Geschichts-, Ethik-, Gesellschaftskunde-Unterricht und fächerübergreifend im Rahmen von Projekttagen
Medium: Broschüre
Erscheinungsjahr: 2025
Bezugsquelle: https://alltagskultur.dubnow.de/heft-3/auswahl-3/
Preis: Kostenfrei
Das dritte Themenheft bietet Einblicke in jüdische Begräbniskultur in Deutschland anhand der vier Schwerpunkte Tod, Friedhöfe, Schändungen und Gedenken. Der Umgang mit dem Tod in all seinen Facetten stellt ein zentrales Feld jüdischer Alltagskultur dar, in dem sich zudem die jahrhundertelange Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland spiegelt. So sind jüdische Friedhöfe quasi Archive aus Stein, an denen man ablesen kann, welchen Platz Jüdinnen und Juden in der deutschen Gesellschaft einnahmen. An vielen Orten sind sie auch die einzigen jüdischen Einrichtungen, die die Zeit des Nationalsozialismus überstanden haben. Zugleich erzählen sie von der Gewalt, die sich seit jeher gegen jüdisches Leben in Deutschland richtete, aber auch von sich wandelnden Formen des Gedenkens.
Die Themenhefte des Dubnow-Instituts ermöglichen es, Aspekte jüdischer Alltagskultur im Unterricht zu behandeln. Sie eignen sich für den Unterricht ab der 7. Klasse und die politische Erwachsenenbildung und bieten sich für Einzelstunden und Projekttage an. Die Hefte entsprechen den Leitlinien der Kultusministerkonferenz und der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission und vermitteln Grundkenntnisse über religiöse Praktiken des Judentums. Explizit in den Blick nehmen sie den Wandel der jüdischen Gemeinschaften in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Sie reagieren damit auf das von Unwissen und Fehlwahrnehmungen geprägte Bild jüdischen Lebens in Deutschland, das auf Themen wie Antisemitismus, Diskriminierung und Verfolgung konzentriert ist.